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Gießharz-Beschichtungen oder Beläge sind selbstnivellierende (SL) Bodenbelagsysteme. Je nach Auftragsstärke unterscheiden wir zwischen Gießharz-Beschichtungen und Gießharz-Belägen. Die Oberfläche kann von glänzend bis seidenmatt ausgeführt werden. Sie ist Flüssigkeitsdicht und Kühl- bzw. Schmierstoff beständig.

Beschichtungen

Beschichtungen sind Überzüge aus lösemittelfreien Reaktionshar­zen, die im Allgemeinen mit Füllstoffen gemischt und mit Pigmenten eingefärbt sind. Ihre Schichtdicken betragen 0,3 -bis 2 mm. Sie werden ausgeführt, um eine höhere mechanische Beanspruchbarkeit zu erreichen, als dies mit Versiegelungen möglich ist Außerdem versehen sie Industriefußböden mit einer porenlosen, staubfreien Oberfläche, die optisch ansprechend aussieht und sich mit geringem Aufwand reinigen und pflegen lässt. Dekorative Oberflächen können auch mit Mischungen aus Farbchips und anderen Zuschlagsstoffen, Marmorierungseffekten und transparenten Bindemitteln herge­stellt werden, z.B. für Büroräume, Aufenthaltsräume, Sanitärräume, Treppen, Korridore und Supermärkte.

Die durchschnittliche Auftragsstärke der Beschichtungen beträgt ca. 1 bis 2 mm, eine gleichmäßige Schicht auf der Ober­fläche, die allen Unebenheiten folgt.

Beläge

Beläge sind Überzüge aus lösemittelfreien Reaktionsharzen, die im Allgemeinen mit Füllstoffen gemischt werden. Sie werden ent­weder selbstverlaufend eingestellt oder sind spachtelfähig. Selbstver­laufende Beläge sind meistens mit Pigmenten eingefärbt. Spachtelbare Beläge werden im Allgemeinen aus transparenten Re­aktionsharzen mit Natur- oder Farbquarzen hergestellt. Durch geeig­nete Farbquarzmischungen lassen sich dekorative, wenig schmutzan­fällige Beläge herstellen. Da die Schichtdicke von Belägen im all­gemeinen 2 bis 4 mm beträgt, dienen sie vor allem dem Schutz des Untergrundes gegen chemische Angriffe und schwere mechanische Beanspruchungen.

Die durchschnittliche Auftragsstärke von Belägen beträgt bis zu 4 mm, eine durchgehende Schicht an der Ober­fläche, die Unebenheiten weitgehend ausgleicht.

Beläge werden porenlos ausgeführt, damit sie sich leicht reinigen lassen und die hohen hygienischen Anforderungen vor allem in der Lebensmittelindustrie und in Krankenhäusern erfüllen.

Bindemittel: Epoxidharz, Polyurethanharz, Polyurethanbeton, zementöse Gießbeschichtung

Bei den Beschichtungen bzw. Belägen lassen sich je nach Eigenschaften der Materialien unterschiedliche Typen unterscheiden.

  • Elektrostatische Eigenschaften des Materials
    Grundsätzlich sind Kunstharze und ihre Produkte elektrostatisch isolierend. In besonderen Anwendungsfällen ist die elektrostatisch leitfähige oder astatische Eigenschaft verlangt.
  • Materialien mit Bauartzulassung
    Das Wasserhaushaltsgesetz (WhG) und/oder die VawS unterscheiden zwischen Anlagen, deren Zweck entweder das Herstellen, Bearbeiten und Verarbeiten oder das Lagern, Abfüllen und Umschlagen ist. Beschichtungsmaterialien (mit Bauartzulassung durch das DifBt) und Verarbeiter (mit Überwachungsvertrag, einschlägigen Schulungen, Geräteausstattung), die in solchen Anlagen Bodenbeschichtungen applizieren wollen, müssen definierte Bedingungen erfüllen.
  • Geeignete Materialien für den Schutz von befahrenen Betonflächen
    Beton im senkrechter oder waagrechter Ausführung unterliegt unterschiedlichen Belastungen, die gem. DIN 1045 in Expositionsklassen eingeteilt sind und bei der Errichtung von Gebäuden und/oder Gebäudeteilen berücksichtigt werden müssen. Insbesondere im Wasser gelöste Tausalze können im Beton in sehr kurzer Zeit die Baustahlkorrosion und Betonkorrosion auslösen. Insbesondere die Baustahlkorrosion wird die Standfestigkeit des Gebäudes negativ beeinflussen. Entsprechend werden Oberflächenschutzmaßnahmen empfohlen. Diese werden allgemein als Oberflächenschutzsysteme -OS- bezeichnet.
  • UV-echte Beschichtungsmaterialien
    grundsätzlich vergilben Epoxidharze und Standard-Polyurethanharze unter Einfluss von Sonnenlicht und/oder Kunstlicht. Das Vergilben hat keinen negativen Einfluss auf die Funktionalität des Belags, sieht aber nicht schön aus. Spezielle Polyurethanharze haben diese negative Eigenschaft praktisch nicht.
  • Thermische Belastung der Beschichtungssysteme
    Kunstharzprodukte sind grundsätzlich – je nach Einbaustärke – nur in Grenzen thermisch durch heißes Wasser, Dampf, heiße Medien, Schweißperlen etc. belastbar. Bereits bei einer Belastung von mehr als 30 Minuten mit Medien über 80 ° C verändert sich der Belag, wird weich oder gar zerstört. Bei Einsatzfällen mit Wasser und Wasserdampf können wir Beläge für eine Dauerbelastung bis 130 ° C anbieten. Bei Einsatzfällen mit anderen heißen Produkten wie Schweißperlen, heißer Kunststoff etc. haben sich zementöse Gießbeschichtungen bewährt.
  • Materialien für besondere Produktionsbedingungen wie Reinräume u.a..
    Die von uns eingesetzten Materialien sind überwiegend Lösemittelfrei. Es sind jedoch besondere Kriterien für das Ausgasungsverhalten der Materialien in Bereichen mit starkem Menschenverkehr oder unter Reinraumproduktionsbedingungen zu beachten. Ein Prüfkatalog dazu sind die AgBB-Regel.
  • Granulatbeläge
    Im Bereich des Sportes und Spielen haben sich EPDM-Granulatbeläge bewährt. Hier wird mit einem Polyurethanharzbindemittel EPDM-Granulat gebunden und aufgetragen. Dadurch entsteht je nach Wunsch ein „federnder“, wasserableitender Belag.
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